Wissenswertes über Königsbronn

Wappen
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[Navigationshilfen (GPS)]
[Allgemeines]
[Partnergemeinde]
[Georg-Elser-Gedenkstätte]
[Torbogenmuseum, KKM, Rathaus]
[Wasser in Königsbronn]
[Strom aus Brenztopf-Wasserkraft]
[Wettervorhersage Königsbronn]
[Bemerkenswerte Bäume im
     Forstbezirk Königsbronn
]
[Königsbronn im Wandel]
[Am Itzelberger See]

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Panoramaansicht von Königsbronn (2006)
 Panoramaansicht von Königsbronn, gesehen vom Herwartstein (2006).

Die Gemeinde Königsbronn erreicht man mit dem Pkw über die Autobahn A7, Ausfahrt Königsbronn, Schnaitheim, Heidenheim Nord und weiter über die Bundesstrasse 19, Heidenheim - Aalen oder mit der Bahn an der Strecke Ulm - Heidenheim - Aalen. (Die Übersichtskarte im nächsten Absatz ist nur mit eingeschaltetem Javascript sichtbar)

Navigationshilfen (GPS)

Eine Auswahl interessanter Örtlichkeiten und Wege in der Gemeinde Königsbronn stelle ich hier mit den jeweiligen Koordinaten in verschiedenen Datenformaten zur Verfügung.
Wer diese auf sein Navigationsgerät ("Wander-GPS") oder Smartphone speichert wird alles Wichtige in Königsbronn finden!
Viele Wegpunkte sind darin gespeichert, wie z.B. das Rathaus, der Brenzursprung, die verschiedenen Museen, Gaststätten und Einkaufsmöglichkeiten...
In den Dateien für die reinen GPS-Geräte findet man auch ein paar Wanderwege ("Tracks") wie z.B. den Fischereilehrpfad, den Karstquellenweg, den Naturlehrpfad, den Trimmdichpfad, den Weg zum Wollenloch sowie die neuen Nordic Walking Strecken rund um Ochsenberg.


Diese kleine Übersicht auf einer grösseren Karte anzeigen.
Für (Garmin) GPS und PC
GPS Gerät Download als ZIP-Datei:
GPS Koordinaten Königsbronn (44 kByte), enthält (vom 16.05.2013):
*.GPX als GPS eXchange Format (allgemeines Format, auch für Google Earth)
*.GDB für Garmin Navigationsgeräte oder Garmin Mapsource Software am PC


Für Android
Auf den Button unten drücken und in Google Maps als neue Kartenebene übernehmen!


Allgemeines

Brenzursprung Königsbronn zählt mit den Ortsteilen ltzelberg, Ochsenberg und Zang ca. 7800 Einwohner und erstreckt sich über eine Fläche von 4553 ha. Insbesondere aufgrund des hohen Anteils von Wald (ca. 70% der Gemarkungsfläche besteht aus Wald), wurde der Gemeinde 1983 das Prädikat "staatl. anerkannter Erholungsort" zuerkannt. Die Hauptgemeinde Königsbronn liegt eingebettet im Brenztal, umgeben von den "Hausfelsen" Herwartstein, Herrenstein und Frauenstein.
RathausAm Fuss des Herwartsteines, direkt am Brenzursprung, steht das 1769 bis 1778 erbaute und 1985 restaurierte Rathaus mit seiner prunkvollen Rokokofassade. Im Foyer des Rathauses organisiert die Gemeindeverwaltung regelmässig Ausstellungen einheimischer und auswärtiger Künstler. Es wurde von dem wohlhabenden Geschäftsmann und herzoglichen Eisenwerkspächter Johann Georg Blezinger erbaut. Der Kern des Hauses ist aber mindestens fünfzig Jahre älter. Bevor es ab 1885 tatsächlich als Rathaus genutzt wurde, beherbergte es sieben Jahre lang eine Kerzenfabrik. Davor diente es als Wohnhaus für den Amtsboten und Landjäger sowie als Jagdschloss für die württembergischen Herzöge.
Position des FürstenzimmersIm FürstenzimmerOrnament im FürstenzimmerDecke des FürstenzimmersLeider ist die kostbare Innenausstattung des Rathauses bis auf das Fürstenzimmer verloren gegangen. Es war das Gästezimmer im Dachgeschoss des damaligen Wohn- und Geschäftshauses und ist mit Stuckornamenten und Deckenmalereien ausgeschmückt. Herzog Carl Eugen von Württemberg residierte immer dort, wenn er zu seinen Eisenwerken oder zur Jagd nach Königsbronn kam. Das Zimmer wurde damals extra für ihn angefertigt und diente ihm somit als Jagdschloss. Er war immer gerngesehener Gast am Brenzursprung. Jeder der im Land einen Rang oder Namen hatte, war schon einmal Gast im Hause Blezinger.
1953 wurde das Fürstenzimmer mit seinen Deckenfresken vom Kunstmaler Hermann Schöllhorn grundlegend renoviert.
Für die Öffentlichkeit ist es nicht zugänglich.
(aus einem Text zum Tag der Offenen Tür am 22.10.2000)

Neben dem Rathaus unterhalb des Brenzursprungs steht die im 16. Jahrhundert erbaute und 2009 zu einem historischen Schmuckstück renovierte Hammerschmiede. Sie bietet Platz für bis zu 36 Tische und 370 Stühle, eine bestens einge­richtete Küche, eine 40 Quadratmeter grosse mobile Bühne sowie modernste Multimediatechnik. Beleuchtete Hammerschmiede
Brenzturnhalle 1900 Bild links:
So sah die ehemalige Brenzturnhalle um 1900 aus.

BrunnenGleich in der Nähe befindet sich auch der Brunnen, der das Königsbronner Wappen ziert (2007). Ein Spaziergang von der Brenzquelle an der Brenz entlang Richtung Herwartsteinhalle über eine hölzerne Brücke führt in den Klosterhof. Die Klosteranlage mit der Klosterkirche (Bild mit Osterbrunnen 2007) erinnert an die Zeit, in der in Königsbronn ein Zisterzienserorden ansässig war.
KlosterkircheDie Kirche im Zentrum der Anlage birgt die Grabplatte von Anna Beatrix von Schlüsselburg, Gemahlin Ulrichs IX. von Helfenstein, die 1355 starb. Hinter dem Altar ist eine Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert zu sehen. Altar, Taufstein und Kanzel sind mit Kupferreliefs des Königsbronner Künstlers Albrecht Kneer geschmückt.
TorbogenmuseumDurch den Torturm verlässt man die Klosteranlage. In diesem Gebäude befindet sich heute das Torbogenmuseum. In den drei Abteilungen Heimatmuseum, Wildschützenmuseum und Landesfischereimuseum kann der Besucher eine Vielzahl von Traditionen und Eigenheiten der Gemeinde kennenlernen. Die Geschichte von der Burg Herwartstein über die Zisterzienserzeit bis zur Gegenwart sowie die alten Traditionen der Hüttenwerke bilden den Schwerpunkt des Heimatmuseums. 1982 wurde zusätzlich das Wildschützenmuseum eingerichtet. In zwei Räumen ist - einzigartig in der Bundesrepublik - eine Fallen-, Wildschützen- und Jagdbilderausstellung aufgebaut. Im Erdgeschoss des Torbogengebäudes befindet sich seit 1989 das Landesfischereimuseum, in dem der Landesfischereiverband Baden-Württemberg alles zum Fischereiwesen zeigt.
Klostermauer mit EpitaphienZwischen diesem Gebäude und der Klosterkirche verläuft ein Stück der alten Klostermauer, hier kann man die restaurierten gusseisernen Epitaphien (Grabinschriften) bewundern, die zum Tag des offenen Denkmals am 13.09.2009 wieder aufgehängt wurden.
Alte PfistereiIm Klosterhof befindet sich auch die Alte Pfisterei, die von acht Männern ehrenamtlich wunderschön renoviert wird. Die Klosterschenke mit Kachelofen und kleiner Küche sowie die Barbarastube sind schon fertiggestellt und bei Festivitäten geöffnet. In der Etage darüber befindet sich das Königsbronner Kannenmuseum.

Lageplan der alten Sockelmaueralte SockelmauerCirca hundert Meter südöstlich entlang der Paul-Reusch-Strasse stösst man auf ein Stück der Sockelmauer des Chores der Kirche, dem sogenannten Münster, des Zisterzienserklosters Königsbronn, das im Jahr 1552 zerstört wurde.
alter MühlsteinGleich dahinter, kurz bevor die Brücke über den Pfeffer führt, stand die Mühle des Klosters und der Frucht­kasten, sie wurden beim Bau der Brenztalbahn im Jahr 1870 abgebrochen. Ein Mühlstein zeugt hier von der Existenz der Mühle.
Anfang 2011 wurde links und rechts der Klostermauer der sogenannte Forstamtsgarten kräftig ausgelichtet, sodass sogar versteckte Mauerreste wieder zum Vorschein kamen. Hier soll ein kleiner Park mit Wegen und Bänken entstehen.
FeilenschleifereiLogo der FeilenschleifereiDie Brenz führt vom Klosterhof weiter, vorbei am Sportplatz zur alten Feilenschleiferei an der Brenzstrasse.
BesucherAm Tag der offenen Tür (12.02.2011) wurden in zwei Führungen die Geschichte und die Restau­rierungs­vorhaben einer grossen Besucher­menge vorgetragen.
Eberhard Blezinger, Sohn von Johann Georg Blezinger, errichtete das Gebäude vermutlich Ende des 18. Jahrhunderts. Anfangs wurde es als Drahtzug­gebäude genutzt, später als Dreherei, erst im Jahr 1902 durch den Erwerb von Familie Burr wurde daraus die bis 1990 genutzte Feilenschleiferei.
FeilenschleifereiDer Antrieb über das Wasserrad wurde 1920 durch einen Elektromotor ersetzt.
Momentan ist die Restaurierung des Gebäudes in vollem Gange, das Wasserrad wird mit neuen Lärchenbrettern bestückt. Im Vordergrund sieht man das Wehr, das nach alten Unterlagen wieder aufgebaut wurde.
Die Einweihung war in den Tagen vom 06.-08. Juli 2012!
Itzelberger SeeDie Brenz führt vom Ortsende Königsbronn weiter in den Teilort ltzelberg, der 1971 eingemeindet wurde. Hier bietet der Itzelberger See mit der Vogelschutzinsel viel Natur und Erholung, und der Minigolfplatz läd zu einem Spiel ein. Insgesamt sind auf Gemarkung Königsbronn ca. 240 km Wanderwege vorhanden, welche die Ortsteile miteinander verbinden und zu einem Spaziergang einladen.

Königsbronner Weihnachtsstern auf der Herwartschanze (2009)
 Königsbronner Weihnachtsstern auf der Herwartschanze (2009).

Partnergemeinde

Naturerlebnisregion ReisseckDie Partnergemeinde von Königsbronn ist Reisseck im österreichischen Kärnten. Diese wunderschön gestalteten Seiten lohnen einen Besuch! Oder noch viel besser: selber dorthin fahren!


Öffentliche Einrichtungen

Tafel am Eingang des Georg-Elser-Museums Georg-Elser-Gedenkstätte
Herwartstrasse 3

Öffnungszeiten
Sonn- / Feiertags 11:00 - 17:00 Uhr
Ausserhalb dieser Öffnungszeiten können jederzeit Führungen für Gruppen vereinbart werden.

Tafeln am Eingang der Gedenkstätte
Georg-Elser-Museum
Tafel Georg ElserGeorg Elser ist zwar in Hermaringen bei Heidenheim geboren, ein Jahr nach seiner Geburt aber zogen die Eltern nach Königsbronn, wo der Bauernsohn aufwuchs und im Hüttenwerk eine Eisendreherlehre begann, die er nicht beendete. Als Schreiner legte Elser 1922 die Gesellenprüfung ab und eröffnete 1932 nach Wanderjahren eine eigene Werkstätte im Ort. Im Herbst 1938 begann Elser mit systematischen Vorbereitungen für ein Attentat auf Adolf Hitler. Früh hatte er erkannt, dass die Politik der Nationalsozialisten auf einen Krieg hinauslaufen würde. Am 8. November zündete seine selbst gebastelte Zeitzünder-Bombe im Bürgerbräukeller in München. Das Attentat misslang, Elser wurde verhaftet und am 9. April 1945 im Konzentrationslager Dachau ermordet. An ihn erinnert heute das kleine Museum an der Zufahrtsstrasse zum Rathaus.
(aus einem Text von M. Ernst Wahl)

Einweihung des Georg-Elser-Denkmals am 11.04.2010Georg-Elser-Denkmal am Bahnhof Jahrelang musste man um die Anerkennung der Tat kämpfen. An vorderster Front unter anderem der Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim und die Ge­meinde. Wie die zahl­reichen Gedenk­veran­staltungen im letzten Jahr in ganz Deutsch­land gezeigt haben, ist Elser endlich in der Geschichte des Deutschen Widerstands angekommen.
Georg-Elser-DenkmalIn Königsbronn wurde am Sonntag, 11. April 2010, vom Georg-Elser-Arbeits­kreis Heiden­heim mit der Gemeinde Königsbronn ein Denkmal zu Ehren Georg Elsers der Öffentlichkeit gewidmet. Es steht am Bahnhof, denn von hier fuhr Elser mit dem Zug nach München ab...
Georg-Elser-DenkmalDas Bild links oben entstand am Tag der Einweihung. Am rechten Rand erkennt man Manfred Maier vom Georg-Elser-Arbeits­kreis, ganz links den Künstler Friedrich Frankowitsch, daneben unseren Bürger­meister Michael Stütz. Auch Landrat Mader, rechts vom Denkmal, war anwesend.
Ganz silbern glänzend konnte man das Denkmal nur am Tag der Einweihung bewundern, schon einen Tag später begann die Oberfläche zu oxidieren, das ist vom Künstler genau so gewünscht, denn das Material ist Corten-Stahl, der (nur) an der Oberfläche oxidiert. Das Gesicht und die Hände sind aus Edelstahl und bilden jetzt einen schönen Kontrast.
Die Bilder oben rechts und unten links sind eine Woche nach der Einweihung entstanden, das Bild rechts Ende Mai 2010.

Sehr empfehlenswert ist ein Besuch der Seiten vom Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim! Hier wurden unheimlich viele Dokumente und Wissen zusammengetragen.


Torbogenmuseum
Paul-Reusch-Strasse 3-4

Öffnungszeiten
Sonn- / Feiertags 11:00 - 17:00 Uhr
(während der Wintermonate November bis März geschlossen)



Das Königsbronner Wildschützenlied

Wir treffen uns in früher Stunde
und schleichen durch das Dickicht hin.
Bleib du nur seitwärts an der Ronde
bei der bewußten Eiche steh'n.
Dort steht ein stolzer Rehbock ferne,
der soll heut' unsre Beute sein.
Wenns blitzt, wenns kracht, bleib in der Ferne,
an der bewußten Eiche stehn.

Sag Freund, was hast du denn geschossen,
ein Rehbock schön, man glaubt es kaum.
Das heißt man kühn und frech geschossen,
vielleicht trifft uns das gleiche Los.
Hoho, hoho, Herr stolzer Förster,
wir lassen uns nicht bangesein,
mein Kam'rad dort an jener Eiche,
wenns euch beliebt, schießt auch sehr fein.

Oh ihr verfluchten Schnauzbartjungen,
ihr wollt noch trotzen obendrein.
Wir treffen uns in früher Stunde,
dann sollt ihr uns willkommen sein.
Hoho, hoho, Herr stolzer Förster,
zieh er in Frieden still nach Haus.
Vielleicht schmeckt ihm der Schweizerkäse,
aber uns fürwahr der Wildbretschmaus.

Tafel am Torbogenmuseum
Tafel am Eingang des Torbogenmuseums

Im Wildschützenmuseum
Bild im Wildschützenmuseum, einem Teil des Torbogenmuseums


Königsbronner Kannen Museum (KKM)
Im Klosterhof
mit Museums-Café

Öffnungszeiten
Sonntags 14:00 - 17:00 Uhr
(von Mai bis Oktober)
Das Museums-Café im Königsbronner Kannenmuseum, wurde am verlängerten Wochenende vom 06.-08. Juli 2012 eingeweiht!
  KKM LogoNach sehr umfangreichen Sanierungsarbeiten von 5 Räumen im zweiten Stock der Pfisterei und ca. 3200 Arbeitsstunden des Bauteams präsentiert der Kulturverein Königsbronn voller Stolz das Königsbronner Kannenmuseum ("KKM").
Frau Elisabeth Hug ist eine geborene Königsbronnerin und hat seit ihrer Pensionierung eine für die ganze Region einmalige Sammlung an Porzellankannen zusammengetragen. Ungefähr 2600 Einzelstücke repräsentieren einen Querschnitt durch die gesamte Porzellanherstellung, wobei bekannte Manufakturen und Hersteller wie Meissen, Königlich Tettau, Wedgwood, Rosenthal und Ludwigsburg neben vielen anderen nicht fehlen. Sie kennt jedes ihrer Stücke und kann durch ihr umfangreiches Wissen auf alle Fragen um das Porzellan bereitwillig Auskunft geben.
Die offizielle Einweihungsfeier fand am Mittwoch abend, 01.06.2011 in der Hammerschmiede statt. Unter anderem waren der Produktionsmanager der Rosenthal AG in Selb und einige seiner Mitarbeiter anwesend und übergaben Frau Hug eine Riesenkaffeekanne.

Am 31.08.2011 war das Königsbronner Kannenmuseum das Ziel des SWR4 Sommersuchspiels! Schon früh morgens standen die Übertragungswagen vor der Pfisterei und Moderatorin Maren Haring reimte folgende Hinweise für die Radiohörer:
Treppenaufgang zum MuseumFast wie auf des Schiffes Deck
kommt man dort zum rechten Fleck.
KaffeekannenMilitärisch stramm in Reih' und Glied
und doch zieht niemand in den Krieg.
Rohstoffe für das PorzellanStaub und Stein und Dreck
kommen von weit weg.
BrenzursprungEs plätschert leis' des Flusses Quelle
gebetet wurd' an dieser Stelle.
Auch Tassen, Teller, Kännchen...Für jeden Tag ist 'was dabei
trotzdem ist es kein Einerlei.
Eine Hörerin am Telefon erriet daraufhin das Kannenmuseum, und auch am Übertragungswagen kam kurz darauf der erste Ratefuchs vorbei um sich seinen Preis abzuholen.
Zum Ende der Sendung erzählte Frau Haring live aus dem Museum ein paar kleine Anekdoten zu dessen Entstehungsgeschichte sowie zu verschiedenen Exponaten und befragte Frau Hug zur Herstellung des Porzellans.
All dies, wohlgemerkt, ohne Zettel! Dafür aber mit viel Interesse am Thema. Beeindruckend!

In einem der Ausstellungsräume
In einem der Ausstellungsräume

Feierliche Übergabe der Riesenkanne
Feierliche Übergabe der Riesenkanne

Elisabeth Hug mit SWR4-Moderatorin Maren Haring
Elisabeth Hug mit SWR4-Moderatorin Maren Haring

Frau Rall und Frau Hug mit dem SWR4-Team
Frau Rall (links) und Frau Hug (Mitte) mit dem SWR4-Team


Rathaus KönigsbronnRathaus
Herwartstrasse 2
89551 Königsbronn
Fon: 07328 / 9625-0
Fax: 07328 / 9625-27


Wasser in Königsbronn

Königsbronn liegt nur wenige Kilometer südlich der Europäischen Wasserscheide, die die Einzugsgebiete von Rhein und Donau trennt.

Karte"Unser ganzer Ort hatte eine Unterwelt, geheim­nisvoll und real. Überall gab es geheim­nisvolle Zugänge. Das im Dorf seit dem Hochmittelalter verhüttete Eisenerz gründet in den um­liegen­den Bergen. Sagen von verborgenen Silber- und Goldschätzen erhellen die Unterwelt von innen.
Noch ist sie Wasser­männern, von Wurzel­männlein, Zwergen und Kobolden bewohnt. Viele wurden schon durch den Spott von Besser­wissern getötet", schreibt Ulrich Kadelbach über Königsbronn. Sein Vater war Pfarrer an der Klosterkirche, die keine ist und doch mit ihren Ursprüngen an das einst mächtige Zister­zienser­kloster und seine wechselvolle Geschichte erinnert. Bis zur Mitte des 16. Jahr­hunderts muss ein mächtiges Münster im Zentrum der heute noch weitläufigen Kloster­anlage gestanden haben. 1552 von evangelischen Truppen erobert, wurde die Anlage so gründlich zerstört, dass nur noch Mauerreste vom Chor übrig blieben. Ein Jahr später begann auf Geheiss Herzog Ulrichs der Wiederaufbau zu einer evangelischen Klosterschule. Noch einmal, im Dreissig­jährigen Krieg, kamen Zister­zienser nach Springen, wie der Ort damals hiess. Aber mit dem Westfälischen Frieden übernahmen wieder die evangelischen Württemberger das Sagen.
(aus einem Text von M. Ernst Wahl)

Entlang der Quellen, auch auf der Gemarkung Oberkochen nördlich der Europäischen Wasserscheide, führt entlang 15 beschilderter Stationen der Karstquellenweg.
Dieser ist übrigens, wie auch der Fischereilehrpfad, als Track in meiner [GPS Wegpunkte]-Datei herunterladbar.


Brenztopf (500 m NN)

Brenzquelle mit RathausMan findet ihn gleich neben dem Rathaus, er ist die grösste Quelle in Königsbronn. Die Brenzquelle gehört zu den grössten und schönsten Quelltöpfen der Schwäbischen Alb (vergleichbar mit dem Blau- oder Aachtopf). Die mittlere Schüttung beträgt 1200 l/sec. Das Einzugs­gebiet umfasst Teile des nördlichen Albuchs und reicht bis nach Irmannsweiler, Bartholomä, Amalienhof und Zang. Hier in der Zone des "Tiefen Karstes" steigt das Quellwasser aus mehreren Metern Tiefe empor. Der Zufluss des Wassers zur Quelle erfolgt durch unterirdische Klüfte, Spalten und Hohlräume im Karstgebirge. Die Brenzquelle ist schon seit Jahrhunderten mit einem Stauwehr versehen. Die Wasserkraft wurde zum Betrieb eines Eisen­hammer­werks genutzt. Der Wasserreichtum von Königsbronn durch Brenz und Pfeffer war u.a. bestimmend für die Gründung des Zisterzienserkloster (1302) und des Aufbaus der eisen­verarbeitenden Industrie.
am Brenztopf am BrenztopfMomentan wird der Bereich an der Quelle und hinter der Hammerschmiede umgestaltet, es sieht schon viel­ver­spre­chend aus!
(Bilder von April 2010)


Hochwasser 26.03.-31.03.1988:

Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung

Hochwasser 23.03.2002:

Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung

Hochwasser 15.01.-18.01.2011:

Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung
Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung
Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung Hochwasser am Brenzursprung


Itzelberger See (495,6 m NN)

Itzelberger See mit KanadagänsenDer Itzelberger See ist künstlich aufgestaut. Er wurde von den Mönchen des Klosters Königsbronn als Fischteich angelegt. Ausserdem wurde die Wasserkraft für den Betrieb eines Eisenhammerwerks, das erstmals 1471 urkundlich erwähnt ist, genutzt. Die Brenz fliesst mitten durch den See. Die Ufer der Brenz und insbesondere die in den 60iger Jahren geschaffene Vogelschutzinsel stellen für Flora und Fauna wertvolle Lebensräume dar. Das Wasserwerk Itzelberg, Hauptpumpwerk der Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung (erbaut 1892) fördert aus drei Tiefbrunnen in der Brenzaue zwischen Königsbronn und Itzelberg aus bis zu 70 m Tiefe eine Wassermenge von über 80 l/Sek. Das Karstwasser wird bis auf 720 m NN auf die Hochflächen von Albuch und Härtsfeld beiderseits des Brenztals gepumpt. Die Kolbenpumpen werden direkt von einer mit Wasserkraft aus dem See gespeisten Turbine angetrieben. 43 Ortschaften mit über 25000 Einwohnern werden mit bis zu 3000 cbm Trinkwasser pro Tag versorgt.

Pfefferquelle (505 m NN)

Pfefferquelle Die Pfefferquelle ist eine typische Topfquelle des "Tiefen Karstes" mit Ursprung unter dem Talbodenniveau. An der Grenze von Berghang und Taleinfüllung werden die Karstwässer aus der Tiefe nach oben gedrückt. Das Einzugsgebiet umfasst die Markung Ochsenberg, Nietheim, Niesitz und Ebnat auf dem Härtsfeld. Der unterirdische Pfeffer entwässert die abflusslose "Ebnater Karstwanne". Die mittlere Schüttung beträgt 110 l/Sek. (13 l/Sek. bis maximal 700 1/Sek.). Die Pfefferquelle wurde vor Jahrhunderten mit einem Stauwehr zur Nutzung der Wasserkraft versehen. Unmittelbar benachbart steht einer der ältesten Industriebetriebe Deutschlands, das Eisenhüttenwerk Königsbronn. Es wurde 1365 durch die Mönche des Klosters Königsbronn gegründet und besteht noch heute. Der Pfeffer mündet nach ca. 450 m in die Brenz.
Flash-Video: Pfefferquellstollen   Direkt hinter der Pfefferquelle befindet sich der Pfefferquellstollen. Der Stolleneingang wurde wahrscheinlich nach dem Krieg verfüllt. Diese Auffüllung hat sich soweit gesenkt, dass der Stollen wieder befahrbar wurde. Innen befand sich eine grössere Menge Müll, die sich dort im Laufe der Zeit angesammelt hatte. Er wurde nun im Sommer 1998 von einer Schülergruppe mit Unterstützung der Gemeinde, der Höhlen-Interessengemeinschaft Ostalb (INGO) und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) im Rahmen des Ferienprogramms ausgeräumt.
Nachdem die Ausräumarbeiten abgeschlossen waren, fand anlässlich des Tages des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 1998, eine Führung unter Leitung von Herrn Peter Heinzelmann statt.
Ich habe damals einen kurzen Film von diesem Ereignis gedreht, nicht berühmt, dieser kann in obigem Fenster gestartet werden (dazu ist Javascript und Flash erforderlich!).
Pfefferquellstollen - aussenPfefferquellstollen - innenDas Bild links zeigt den Stollen noch im offenen Zustand, im rechten Bild sieht man ihn von innen. Der Pfefferquellstollen wurde wahrscheinlich 1944/1945 im Auftrag der Schwäbischen Hüttenwerke (SHW) als Werkluftschutzstollen erbaut. Geplant war wohl eine U-förmige Anlage, mit einem zweiten Eingang/Ausgang im Werksgelände.
Der Pfefferquellstollen liegt östlich der Pfefferquelle im Hang der Eichhalde (unterhalb des Herrensteins), etwa zwei bis drei Meter über dem Niveau des Quelltopfes. Er ist in den anstehenden Weissjura-Massenkalk etwa zehn Meter vorgetrieben. Man erkennt am derzeitigen Vortriebsende, dass zunächst an der Stollensohle ein etwa zwei Meter langer und 0,5 Meter hoher Vortriebsstollen hergestellt wurde, in den dann der obere Stollenquerschnitt hineingesprengt wurde.

FledermauskastenNach bisherigen Erfahrungen ist der Stollen - auch aufgrund seiner Lage - gut als Fledermauswinterquartier geeignet. Allerdings wurden die Fledermäuse offensichtlich durch die von der Zersetzung des Mülls ausgehenden Emissionen von einer Nutzung als Winterquartier abgehalten, jedenfalls hatte man bisher kaum Fledermäuse beobachtet. Dies deckt sich mit Erfahrungen aus anderen Stollenanlagen, die erst nach Räumung des Mülls allmählich wieder als Winterquartier benutzt wurden. Aber auch einige Kästen für die Fledermäuse wurden von den Schülern gebaut.

Pfefferquellstollen - geschlossenVoraussetzung für eine dauerhafte Nutzung und Sicherung eines solchen Quartiers ist also die Ausräumung von Müll und Schutt und die Sicherung des Eingangs gegen Störungen. Im Oktober 1998 wurde ein Fledermaustor eingebaut, das die Winterpopulation vor Störungen schützen soll. Damit könnte, so Peter Heinzelmann von der Höhlen-Interessengemeinschaft Ostalb weiter, ein weiteres wichtiges Winterquartier für Fledermäuse (neben dem Hessenloch) auf Königsbronner Markung geschaffen werden.

Leerausquelle (515 m NN)

Leerausquelle Die Leerausquelle ist ein Hungerbrunnen, der nur ab und zu Wasser führt. Der Bach versiegt nach der Schneeschmelze meistens wieder, "er geht leer aus", daher auch der Name. Die Leerausquelle ist eine Überlaufquelle des Pfefferursprunges.

Ziegelbachquelle (506 m NN)

Ziegelbachquelle Der Ziegelbach fliesst zur Brenz. Sein Einzugsgebiet ist der Wollenberg.
Wollenloch Eine unterirdische Verbindung mit dem 62 m tiefen Wollenloch in ca. 3 km Entfernung wurde durch Färbeversuche nachgewiesen.
In den "Seewiesen" zwischen Ziegelhütte und Seegartenhof befindet sich ein grosser, nicht genutzter Trinkwasservorrat im Talgrund. Bis 45 m Tiefe sind durch Bohrungen Flussschotter der Urbrenz nachgewiesen, die das Karstgrundwasser speichern.


Bild rechts: Wollenloch

Tafel am Wollenloch Auf der schon älteren kleinen Holztafel mit der Skizze des Wollenloch-Querschnitts steht folgender Text:

Wollenloch
Höhe ü. NN 690m
Diese Schachthöhle im oberen Weißjura (Malm delta bis zeta 1) ist 80m tief. Große Strecken des 2 bis 6m breiten Schachtes bestehen aus glatten Kalkwänden. Die Höhle liegt im Staatswald auf der Gemarkungsgrenze von Oberkochen und Essingen. Sie ist entstanden bevor es das heutige Tiefental gab.
Wollenlochclub Infolge der Verkarstung führt das Wollenloch bis zum Grunde kein Wasser. Eine unterirdische Verbindung zur ca. 1,8km entfernten Ziegelhütte wird vermutet.
Zuerst erforschte der Albverein (um 1895) das Loch.
Nach 1945 gab es einen "Wollenloch-Club". Im Oktober 1949 stürzte ein Mitglied tödlich ab. Immer wieder steigen bis heute wagemutige Höhlenforscher ein.


Bild rechts: Wollenlochclub


Strom aus Brenztopf-Wasserkraft

Turbine am BrenztopfTurbine am BrenztopfAuf ein "historisches Datum" wies Bürgermeister Michael Stütz am 19.10.2000 den Gemeinderat hin: "Seit heute wird erstmals wieder Strom erzeugt aus der Wasserkraft des Brenzursprungs".
Eine direkt an der Quelle brennende Lampe warf ein bestätigendes Licht auf die mit Freude zur Kenntnis genommene Mitteilung des Gemeindeoberhaupts. Auf durchschnittlich rund 40 kW ausgelegt, leiste die regenerierte Turbine derzeit gar 65 kW, freute sich Stütz über die nach jahrzehntelangem Stillstand nun wieder mögliche umweltfreundliche Art der Energieerzeugung. Die Modernisierung und Reaktivierung der Wasserkraftanlage wurde durch einen kräftigen Zuschuss gefördert bzw. überhaupt ermöglicht. Die Realisierung des Projektes hatte sich nicht zuletzt auch aus finanziellen Gründen über Jahre hingezogen. Mit der neuen Errungenschaft ist der Brenztopf, zuletzt aufgewertet durch das Georg-Elser-Museum, um eine Attraktion reicher geworden. Auf dem Bild zu sehen ist der Elektrotechniker und Gemeinderat Peter Böhe (rechts) mit zwei Voith-Monteuren.
(aus einem Text der Heidenheimer Zeitung vom 21.10.2000, gst / sw-Foto links: hw)

Turbine am BrenztopfTurbine am BrenztopfHier noch ein paar Bilder von mir, Innen- und Aussen­ansicht des Turbinen­hauses.
Übrigens: von Gerhard Fiur gibt es ein sehr schön gestaltetes Heft: "Die Nutzung der Wasserkraft am Brenzursprung".

Wettervorhersage für Königsbronn

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Der Internet Wetterservice Donnerwetter sagt sogar für die Region Königsbronn
das aktuelle Wetter voraus!
Also, wie wird das Wetter in Königsbronn?



Ob alle im nachfolgenden Text genannten Fakten heute noch Gültigkeit besitzen kann ich nicht mit Sicherheit sagen, vor allem nach dem schweren Sturm "Lothar" am 26.12.1999 - aber viele Bäume kenne ich und weiss, dass sie noch stehen.

Bemerkenswerte Bäume im Forstbezirk Königsbronn

So wie wir manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, so sehen wir nur allzu oft den Baum nicht vor lauter Wald. Dies gilt selbst für diejenigen, die von Berufs wegen alltäglichen Umgang mit Bäumen haben. Die Königsbronner Förster stellten deshalb im Frühjahr dieses Jahres einmal zusammen, was an markanten, meist alten und aussergewöhnlich starken Baumgestalten im Königsbronner Wald und im Ort Königsbronn selbst zu finden ist. Die Liste dieser "Baumdenkmale" dient zunächst dazu, sich diese bewusst zu machen, denn sie brauchen wie manches andere Altgewordene auch Zuneigung und Pflege, um weiterleben zu können. Die Liste enthält aber auch einiges Bemerkenswerte, ja Erstaunliche, das den Naturfreund interessieren wird. Deshalb soll hier auszugsweise davon berichtet werden.

Der Königsbronner Wald ist unter Forstleuten dafür bekannt, die wuchskräftigsten Fichtenbestände im Bereich der Forstdirektion zu besitzen. Vermutlich steht hier im Pfaffenberg in der Abteilung Baurenhäule auch die stärkste Fichte der ganzen Alb. 4,30 m im Umfang oder 1,37 m im Durchmesser (1,3 m über dem Boden) misst dieser "Hölzleskönig". Der Gipfel ist vor Jahren bei einem Unwetter abgebrochen. Es ist deswegen nur näherungsweise möglich, seine Holzmenge abzuschätzen: gute 20 Festmeter werden es schon sein. Fichten werden nicht sehr alt. Mit etwa 140 Jahren gehört die Fichte im Baurenhäule noch zu den jüngeren Baumveteranen und sie hat in den letzten Jahrzehnten kräftig an Stärke zugelegt. Seit kurzem kränkelt der Riese nun merklich. Vielleicht eine Folge der Luftverschmutzung.

Mit 4,46 m Umfang scheint eine Fichte im Brenzel am Eingang zum Brünnelesteich noch gewaltiger zu sein. Bei näherem Zusehen zeigt sich aber, dass zwei Bäume miteinander verwachsen sind.

Weitere Fichten mit mehr als 1 m Durchmesser stehen zwischen Gemeintal und Loosbuch und im Eidarm im Kronenwirtsmahd und im Gschwein. Die höchsten Fichten - 46 m misst die längste - wachsen im Weidmichele unterhalb vom Siebtenfuss.

Von den anderen Nadelbaumarten zu erwähnen sind die aus den USA stammenden Douglasien im Baumgarten und im Spicht beim Trimm-Dich-Pfad. Noch nicht einmal 100 Jahre alt hat die stärkste schon einen Umfang von 2,92 m, ein von heimischen Baumarten in dieser Zeit unerreichtes Mass. Erstaunlich auch einige starke Kiefern im südlichen Eidarm.

Von der Buche, die das Bild der Alb prägte und noch prägt, stehen 4 gewaltige Exemplare am Waldrand bei der Ziegelhütte. 3,80 m im Umfang oder 1,21 m Durchmesser misst die stärkste. 200 Jahre alt wird sie schon sein und ihr Holz als Brennholz aufgearbeitet würde 35 Raummeter ergeben. Ein Einfamilienhaus liesse sich damit ein gutes Jahr lang heizen.

Weitere Exemplare mit über einem Meter im Durchmesser stehen im Pfaffenberg in der Abteilung "Mittelburren" am Stich, in der Abteilung "Dicke Buche" und im Distrikt 3 in der Abteilung "Struht" in der Nähe vom Sumpf.

Eine Eiche im Pfaffenberg in der Abteilung "Asang" mit 1,33 m im Durchmesser ist von dieser Baumart die stärkste. Mit 1,18 m recht anschaulich ist eine weitere am Dickhölzlesweg in der Abteilung "Burg", aber auch am "Brünneleskopf" und im Distrikt 3 im "St. Ulrich Holz" und in der "Haid" gibt es dicke Eichen.

Aussergewöhnliche Linden, Ahorn und Eschen fehlen, dafür stehen 2 der stärksten Ulmen der Alb auf Königsbronner Markung im Forstamtsgarten und - nur wenig schwächer - beim Seegartenhof. 1,24 m im Durchmesser oder 3,90 m im Umfang misst die Ulme beim Forstamt.

Heuer (1984) scheint das Ulmensterben, dem viele jüngere Ulmen in der Umgebung in diesem Sommer zum Opfer fallen, auch ihr zu schaffen zu machen, denn ihre Krone ist merklich lichter geworden. Das Ulmensterben ist eine aus Ostasien eingeschleppte Pilzkrankheit; mit dem Waldsterben hat das nichts zu tun.

Elsbeere im GartenStarke Rosskastanien gibt es viele; aber wenige sind so mächtig, wie die 3 Exemplare am Eingang zum Hüttenwerksgelände, 1,05 bis 1,10 m im Durchmesser. Botanische Kostbarkeiten sind ein Feldahorn von mehr als 60 cm im Durchmesser am Waldrand der "Itzelberger Halde" und einige mehr als einen halben Meter starke Elsbeeren im "Hüttenschreibersmahd" und in der Abteilung "Steinbuch" im Pfaffenberg. Die Elsbeere ist eine fast unbekannte Baumart, eine Verwandte der Vogelbeere oder auch der Mehlbeere.
Eine solche Elsbeere steht auch hier bei mir im Garten (siehe Bild rechts und Tabelle)!

Hoffen wir, dass das durch die Luftverschmutzung drohende Waldsterben sich noch abwenden lässt und damit die Baumriesen in und um Königsbronn uns noch lange erhalten bleiben. Dass solche nachwachsen, ist ein Anliegen der Förster. Da und dort am Waldrand, vor allem und am Weg werden deswegen Bäume von der Motorsäge verschont.
(aus einem Artikel von Förster Hellmut Vinnai aus dem Jahr 1984)


Die stärksten Bäume in und um Königsbronn
Baumart Standort Umfang [m] Durchmesser [cm]
Fichte Pfaffenberg, Abt. Baurenhäule 4,30 137
Fichte (Zwiesel) Brünnelesteich 4,46 (3,61+2,54) 142
Kiefer Eidarm, Abt. Gschwein 2,48 79
Lärche Bretterweg, nördl. Junkerbanwang 2,58 82
Douglasie Baumgarten 2,92 93
Buche Ziegelhalde 3,80 121
Eiche Pfaffenberg, Abt. Asang 4,18 133
Ulme Forstamtsgarten 3,90 124
Hainbuche Klosterhof 2,52 80
Linde Klosterhof 2,96 94
Esche Brünneleskopf 2,89 92
Bergahorn Pfaffenberg, Abt. Klinge 2,54 85
Birke Gschwein 2,39 76
Baumweide Pfarrgarten 3,17 101
Salweide Schuleneshilb 1,35 43
Kirsche Hüttenschreibersmahd 1,73 55
Elsbeere Pfaffenberg, Abt. Birnbäumle 1,73 55
Elsbeere Am Töbele 2 1,96 62
Feldahorn Itzelberger Halde 1,93 61
Rosskastanie SHW-Gelände 3,46 110


Königsbronn im Wandel

Rathaus, Ansichtskarte 1975 Das Königsbronner Rathaus von einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1975.
Aufbau der HerwartsteinapothekeAufbau der HerwartsteinapothekeAufbau der Herwartsteinapotheke Die Bilder stammen etwa aus dem Jahr 1985, digitalisiert von meinen verschiedenen Videoaufnahmen. Hier zeigen sie den Bau der Herwartstein-Apotheke auf dem ehemaligen Areal der"Kastella".
Aufbau der HerwartsteinapothekeAufbau der Herwartsteinapotheke
Aufbau des PostgebäudesAufbau des PostgebäudesAufbau des Postgebäudes Der Bauernhof wurde abgerissen und die Durchfahrt zur Schickhardtstraße geschlossen, dafür ist hier später das neue Postgebäude erbaut worden, welches Mitte 2000 geschlossen wurde und durch eine Agentur im Bekleidungshaus Beer ersetzt wurde.
JugendbüchereiParkplatz, WochenmarktParkplatz, Wochenmarkt
Parkplatz, WochenmarktParkplatz, WochenmarktsErstes Postgebäude Das weisse Haus rechts ist übrigens das erste Postgebäude in der Nähe der Adlerkurve, das bis Mitte der 80er Jahre von der Post genutzt wurde.
Gelände Fa. OppoldLaden Elektro Braunmüller Auf dem einstigen Gelände der AVIA Tankstelle mit späterer Nutzung durch Herrn Oppold's Autowerkstatt ist Anfang 1990 ein Penny-Markt entstanden.
Zwischen B19 und der Herwartstein-Apotheke wurde der Laden von Elektro Braunmüller abgerissen und ein Durchgangsweg entsteht.



Hier der Vergleich des Ortsbilds vor etwa 100 Jahren und jetzt, Blickwinkel am Herrensteinweg etwa in Höhe der Adlerkurve.
Vorn links erkennt man den Bahnhof, daneben das "Lange Haus". Hinter dem Bahnhof die Brauerei beim heutigen "Rössle", dahinter auf der Anhöhe das heutige Wohngebiet Töbele - alles noch Wacholderheide! Der dichte Wald etwa in der Mitte des Bildes ist der "Schnitzbuckel".
Ansichtskarte von 1903 selber Ausblick 2002
1903 2002


Und dies ist der Blick vom Panoramaweg, hinter den Schwäbischen Hüttenwerken, vor knapp 100 Jahren und jetzt.
Im Hintergrund links ragt der Herwartstein aus dem Berg, rechts darüber zeichnet sich der Stürzelhof ab. Zwischen den beiden Schornsteinen steht der Bahnhof, im rechten Drittel hinten erkennt man die Front der Brauerei, ganz rechts hinten die Anhöhe vom heutigen Töbele. Vorne rechts stehen die jungen Linden, die heute das Gesicht der gleichnamigen Strasse prägen. Die Wiese vorn von 1910 ist heute bebaut.
Ansichtskarte von 1910 (click for 1600x875) selber Ausblick 2002
1910 2002


Blick vom Herwartstein in Richtung Oberkochen. Man sieht sehr schön, wie sich der Ort ausgebreitet hat: Poststeige, Töbele, Frauental, Ostalbhalle...
Und dass die Brenzturnhalle und die Häuser an der Springenstrasse noch genau so da stehen wie vor 60 Jahren.
Ansichtskarte von 1939 selber Ausblick 1999
1939 1999


Die Hammerschmiede neben dem Rathaus, gebaut 1860/1861 als Hammerschmiede. Kurz darauf wurde daraus eine Walzendreherei, 1956 zur Brenzturnhalle und seit 2009 ist es eine Veranstaltungshalle namens Hammerschmiede!
Ansichtskarte um 1900 selbe Ansicht Sommer 2010
um 1900 2010

Vielleicht gesellen sich im Laufe der Zeit hier noch einige Bilder mehr dazu...


sprießender Rasen Die Geschichte vom Open-Air-Kino und einem Bootsverleih am Itzelberger See, was die Menschen davon haben und was die Tierwelt davon hat...
Das Bild zeigt den sprießenden Rasen, wo einst Bäume auf einer saftigen Wiese standen.





Seit Herbst 2001 hat unser Ort Königsbronn eine eigene Heimat im Internet:   www.koenigsbronn.de

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