Wissenswertes über Königsbronn |
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[Allgemeines] [Partnergemeinde] [GPS Wegpunkte] [Georg Elser Gedenkstätte] [Torbogenmuseum, Rathaus] [Wasser in Königsbronn] [Strom aus Brenztopf-Wasserkraft] [Wettervorhersage Königsbronn] [Bemerkenswerte Bäume im Forstbezirk Königsbronn] [Königsbronn im Wandel] [Am Itzelberger See] Zur Hauptseite |
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Allgemeines![]() |
| Panoramaansicht von Königsbronn, gesehen vom Herwartstein (2006). |
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Die Gemeinde Königsbronn erreicht man mit dem Pkw über die Autobahn A7, Ausfahrt Königsbronn, Schnaitheim, Heidenheim Nord und weiter über die Bundesstrasse 19, Heidenheim - Aalen oder mit der Bahn an der Strecke Ulm - Heidenheim - Aalen. Gut zu erkennen auf der Übersichtskarte links.
Königsbronn zählt mit den Ortsteilen ltzelberg, Ochsenberg und Zang ca. 7800 Einwohner und
erstreckt sich über eine Fläche von 4553 ha. Insbesondere aufgrund des hohen Anteils von Wald
(ca. 70% der Gemarkungsfläche besteht aus Wald), wurde der Gemeinde 1983 das Prädikat
"staatl. anerkannter Erholungsort" zuerkannt.
Die Hauptgemeinde Königsbronn liegt eingebettet im Brenztal, umgeben von den "Hausfelsen"
Herwartstein, Herrenstein und Frauenstein. Am
Fuss des Herwartsteines, direkt am Brenzursprung,
steht das 1769 bis 1778 erbaute und 1985 restaurierte Rathaus
mit seiner prunkvollen Rokokofassade.
Im Foyer des Rathauses organisiert die Gemeindeverwaltung regelmässig Ausstellungen einheimischer und
auswärtiger Künstler.
Es wurde von dem wohlhabenden Geschäftsmann und herzoglichen Eisenwerkspächter Johann
Georg Blezinger erbaut. Der Kern des Hauses ist aber mindestens fünfzig Jahre älter.
Bevor es ab 1885 tatsächlich als Rathaus genutzt wurde, beherbergte es sieben Jahre lang
eine Kerzenfabrik. Davor diente es als Wohnhaus für den Amtsboten und Landjäger sowie als
Jagdschloss für die württembergischen Herzöge. |
![]() ![]() ![]() Leider ist die kostbare
Innenausstattung des Rathauses bis auf das Fürstenzimmer verloren gegangen.
Es war das Gästezimmer im Dachgeschoss des damaligen Wohn- und Geschäftshauses und
ist mit Stuckornamenten und Deckenmalereien ausgeschmückt. Herzog Carl Eugen von
Württemberg residierte immer dort, wenn er zu seinen Eisenwerken oder zur Jagd nach
Königsbronn kam. Das Zimmer wurde damals extra für ihn angefertigt und diente ihm
somit als Jagdschloss. Er war immer gerngesehener Gast am Brenzursprung. Jeder der
im Land einen Rang oder Namen hatte, war schon einmal Gast im Hause Blezinger.1953 wurde das Fürstenzimmer mit seinen Deckenfresken vom Kunstmaler Hermann Schöllhorn grundlegend renoviert. Für die Öffentlichkeit ist es nicht zugänglich. (aus einem Text zum Tag der Offenen Tür am 22.10.2000) |
Neben dem Rathaus unterhalb des Brenzursprungs
steht die im 16. Jahrhundert erbaute und 2009 zu einem historischen Schmuckstück renovierte
Hammerschmiede. Sie bietet Platz für bis zu 36 Tische und 370 Stühle, eine bestens
eingerichtete Küche, eine 40 Quadratmeter grosse mobile Bühne sowie modernste Multimediatechnik. So sah dieehemalige Brenzturnhalle im Jahr 2008 noch aus. |
Gleich in der Nähe befindet sich auch der Brunnen, der das Königsbronner
Wappen ziert. Ein Spaziergang von der Brenzquelle an der Brenz entlang Richtung
Herwartsteinhalle über eine hölzerne Brücke führt in den Klosterhof.
Die Klosteranlage mit der Klosterkirche (Bild mit Osterbrunnen 2007)
erinnert an die Zeit, in der in Königsbronn ein Zisterzienserorden ansässig war. Die Kirche im Zentrum der Anlage birgt die Grabplatte von Anna Beatrix von
Schlüsselburg, Gemahlin Ulrichs IX. von Helfenstein, die 1355 starb. Hinter dem Altar ist
eine Kreuzigungsgruppe aus dem 18. Jahrhundert zu sehen. Altar, Taufstein und Kanzel
sind mit Kupferreliefs des Königsbronner Künstlers Albrecht Kneer geschmückt. Durch den Torturm verlässt man die Klosteranlage. In diesem Gebäude
befindet sich heute das Torbogenmuseum. In den drei Abteilungen
Heimatmuseum, Wildschützenmuseum und Landesfischereimuseum kann der Besucher
eine Vielzahl von Traditionen und Eigenheiten der Gemeinde
kennenlernen. Die Geschichte von der Burg Herwartstein über die
Zisterzienserzeit bis zur Gegenwart sowie die alten Traditionen
der Hüttenwerke bilden den Schwerpunkt des Heimatmuseums. 1982
wurde zusätzlich das Wildschützenmuseum eingerichtet. In zwei
Räumen ist - einzigartig in der Bundesrepublik - eine Fallen-,
Wildschützen- und Jagdbilderausstellung aufgebaut. Im
Erdgeschoss des Torbogengebäudes befindet sich seit 1989 das
Landesfischereimuseum, in dem der Landesfischereiverband
Baden-Württemberg alles zum Fischereiwesen zeigt. Zwischen diesem Gebäude und der Klosterkirche verläuft ein Stück der alten
Klostermauer, hier kann man die restaurierten gusseisernen Epitaphien (Grabinschriften)
bewundern, die zum Tag des offenen Denkmals am 13.09.2009 wieder aufgehängt wurden. Im Klosterhof befindet sich auch die Alte Pfisterei, die von acht Männern
ehrenamtlich wunderschön renoviert wird. Die Klosterschenke mit Kachelofen und kleiner Küche
ist schon fertiggestellt und bei Festivitäten geöffnet.![]() Circa hundert Meter südöstlich entlang der Paul-Reusch-Strasse stösst man auf ein Stück der
Sockelmauer des Chores der Kirche, dem sogenannten
Münster, des Zisterzienserklosters Königsbronn, das im Jahr 1552 zerstört wurde. Gleich dahinter, kurz bevor die Brücke
über den Pfeffer führt, stand die Mühle des Klosters und der Fruchtkasten, sie wurden beim
Bau der Brenztalbahn im Jahr 1870 abgebrochen. Ein Mühlstein zeugt hier von der Existenz der Mühle. Die Brenz führt vom Klosterhof weiter in den Teilort ltzelberg, der 1971
eingemeindet wurde. Hier bietet der Itzelberger See mit der
Vogelschutzinsel viel Natur und Erholung, und der Minigolfplatz läd zu einem Spiel ein.
Insgesamt sind auf Gemarkung Königsbronn ca. 240 km Wanderwege vorhanden, welche
die Ortsteile miteinander verbinden und zu einem Spaziergang einladen.Sehr empfehlenswert am Wochenende ist ein Besuch zu Kaffee und selbst gebackenem Kuchen in Evi's Kucheneck in Königsbronn. |
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| Königsbronner Weihnachtsstern auf der Herwartschanze (2009). |
GPS Wegpunkte Eine Auswahl interessanter Örtlichkeiten und Wege der Gemeinde
stelle ich hier mit den jeweiligen Koordinaten zur Verfügung, damit sollte man alles
Wichtige finden! Download als ZIP-File:GPS Koordinaten Königsbronn (14 kByte). Darin enthalten sind 2 Dateien (Stand 14.04.2010): *.GPX als GPS eXchange Format (allgemeines Format, auch für Google Earth) *.GDB für (ältere) Garmin GPS Geräte oder Garmin Mapsource Software am PC |
Partnergemeinde Die Partnergemeinde von Königsbronn ist Reisseck im österreichischen Kärnten.
Diese wunderschön gestalteten Seiten lohnen einen Besuch! Oder noch viel besser: selber
dorthin fahren! |
![]() Georg Elser ist zwar in Hermaringen bei Heidenheim
geboren, ein Jahr nach seiner Geburt aber zogen die Eltern nach Königsbronn, wo der Bauernsohn
aufwuchs und im Hüttenwerk eine Eisendreherlehre begann, die er nicht beendete.
Als Schreiner legte Elser 1922 die Gesellenprüfung ab und eröffnete 1932 nach Wanderjahren
eine eigene Werkstätte im Ort. Im Herbst 1938 begann Elser mit systematischen
Vorbereitungen für ein Attentat auf Adolf Hitler. Früh hatte er erkannt, dass
die Politik der Nationalsozialisten auf einen Krieg hinauslaufen würde.
Am 8. November zündete seine selbst gebastelte Zeitzünder-Bombe im Bürgerbräukeller in
München. Das Attentat misslang, Elser wurde verhaftet und am 9. April 1945 im
Konzentrationslager Dachau ermordet. An ihn erinnert heute das kleine Museum
(Anm.: die Georg Elser Gedenkstätte) an der Zufahrtsstrasse zum Rathaus.(aus einem Text von M. Ernst Wahl) ![]()
Jahrelang musste man um die Anerkennung der Tat kämpfen. An vorderster Front unter
anderem der Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim und die Gemeinde.
Wie die zahlreichen Gedenkveranstaltungen im letzten Jahr in ganz Deutschland
gezeigt haben, ist Elser endlich in der Geschichte des Deutschen Widerstands angekommen. In Königsbronn wurde am Sonntag, 11. April 2010, vom
Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim mit der Gemeinde Königsbronn ein
Denkmal zu Ehren Georg Elsers der Öffentlichkeit gewidmet.
Es steht am Bahnhof, denn von hier fuhr Elser mit dem Zug nach München ab... Das Bild links oben entstand am Tag der Einweihung. Am rechten
Rand erkennt man Manfred Maier vom Georg-Elser-Arbeitskreis, ganz links den Künstler
Friedrich Frankowitsch, daneben unseren Bürgermeister Michael Stütz. Auch Landrat Mader,
rechts vom Denkmal, war anwesend.Ganz silbern glänzend konnte man das Denkmal nur am Tag der Einweihung bewundern, schon einen Tag später begann die Oberfläche zu oxidieren, das ist vom Künstler genau so gewünscht, denn das Material ist Corten-Stahl, der (nur) an der Oberfläche oxidiert. Das Gesicht und die Hände sind aus Edelstahl und bilden jetzt einen schönen Kontrast. Die Bilder oben rechts und unten links sind eine Woche nach der Einweihung entstanden, das Bild rechts Ende Mai 2010. |
| Sehr empfehlenswert ist ein Besuch der Seiten vom Georg-Elser-Arbeitskreis Heidenheim!
Hier wurden unheimlich viele Dokumente und Wissen zusammengetragen.
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| Torbogenmuseum Paul-Reusch-Strasse 3-4
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| Tafel am Eingang des Torbogenmuseums | Bild im Wildschützenmuseum, einem Teil des Torbogenmuseums |
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RathausHerwartstrasse 2 89551 Königsbronn Fon: 07328 / 9625-0 Fax: 07328 / 9625-27 |
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Wasser in KönigsbronnKönigsbronn liegt nur wenige Kilometer südlich der Europäischen Wasserscheide, die die Einzugsgebiete von Rhein und Donau trennt. |
Brenztopf (500 m NN) Man findet ihn gleich neben dem Rathaus, er ist die grösste Quelle in Königsbronn. Die Brenzquelle gehört zu den grössten
und schönsten Quelltöpfen der Schwäbischen Alb (vergleichbar mit dem Blau- oder Aachtopf). Die mittlere Schüttung beträgt
1200 l/sec. Das Einzugsgebiet umfasst Teile des nördlichen Albuchs und reicht bis nach Irmannsweiler, Bartholomä,
Amalienhof und Zang. Hier in der Zone des "Tiefen Karstes" steigt das Quellwasser aus mehreren Metern Tiefe
empor. Der Zufluss des Wassers zur Quelle erfolgt durch unterirdische Klüfte, Spalten und Hohlräume im Karstgebirge.
Die Brenzquelle ist schon seit Jahrhunderten mit einem Stauwehr versehen. Die Wasserkraft wurde zum Betrieb eines
Eisenhammerwerks genutzt. Der Wasserreichtum von Königsbronn durch Brenz und Pfeffer war u.a. bestimmend für die Gründung
des Zisterzienserkloster (1302) und des Aufbaus der eisenverarbeitenden Industrie. |
Momentan
wird der Bereich an der Quelle und hinter der Hammerschmiede umgestaltet, es sieht schon
vielversprechend aus!(Bilder von April 2010) |
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Entlang der Quellen, auch auf der Gemarkung Oberkochen nördlich der Europäischen Wasserscheide,
führt entlang 15 beschilderter Stationen der Karstquellenweg. |
Itzelberger See (495,6 m NN) Der Itzelberger See ist künstlich aufgestaut. Er wurde von den Mönchen des
Klosters Königsbronn als Fischteich angelegt.
Ausserdem wurde die Wasserkraft für den Betrieb eines Eisenhammerwerks, das erstmals 1471 urkundlich erwähnt ist,
genutzt. Die Brenz fliesst mitten durch den See. Die Ufer der Brenz und insbesondere die in den 60iger Jahren geschaffene
Vogelschutzinsel stellen für Flora und Fauna wertvolle Lebensräume dar. Das Wasserwerk Itzelberg, Hauptpumpwerk der
Härtsfeld-Albuch-Wasserversorgung (erbaut 1892) fördert aus drei Tiefbrunnen in der Brenzaue zwischen Königsbronn und
Itzelberg aus bis zu 70 m Tiefe eine Wassermenge von über 80 l/Sek. Das Karstwasser wird bis auf 720 m NN auf die Hochflächen
von Albuch und Härtsfeld beiderseits des Brenztals gepumpt. Die Kolbenpumpen werden direkt von einer mit Wasserkraft aus
dem See gespeisten Turbine angetrieben. 43 Ortschaften mit über 25000 Einwohnern werden mit bis zu 3000 cbm Trinkwasser
pro Tag versorgt. |
Pfefferquelle (505 m NN)
Die Pfefferquelle ist eine typische Topfquelle des "Tiefen Karstes" mit Ursprung
unter dem Talbodenniveau. An der Grenze von Berghang und Taleinfüllung werden die Karstwässer
aus der Tiefe nach oben gedrückt. Das Einzugsgebiet umfasst die Markung Ochsenberg, Nietheim,
Niesitz und Ebnat auf dem Härtsfeld. Der unterirdische Pfeffer entwässert die abflusslose
"Ebnater Karstwanne". Die mittlere Schüttung beträgt 110 l/Sek. (13 l/Sek. bis
maximal 700 1/Sek.). Die Pfefferquelle wurde vor Jahrhunderten mit einem Stauwehr zur Nutzung
der Wasserkraft versehen. Unmittelbar benachbart steht einer der ältesten Industriebetriebe
Deutschlands, das Eisenhüttenwerk Königsbronn. Es wurde 1365 durch die Mönche des Klosters
Königsbronn gegründet und besteht noch heute. Der Pfeffer mündet nach ca. 450 m in die Brenz. |
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Direkt hinter der Pfefferquelle befindet sich
der Pfefferquellstollen. Der Stolleneingang wurde wahrscheinlich nach dem Krieg verfüllt.
Diese Auffüllung hat sich soweit gesenkt, dass der Stollen wieder befahrbar wurde. Innen befand
sich eine grössere Menge Müll, die sich dort im Laufe der Zeit angesammelt hatte. Er wurde nun
im Sommer 1998 von einer Schülergruppe mit Unterstützung der Gemeinde, der Höhlen-Interessengemeinschaft Ostalb (INGO)
und des Naturschutzbundes Deutschland (NABU) im Rahmen des
Ferienprogramms ausgeräumt. Nachdem die Ausräumarbeiten abgeschlossen waren, fand anlässlich des Tages des offenen Denkmals am Sonntag, 13. September 1998, eine Führung unter Leitung von Herrn Peter Heinzelmann statt. |
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Ich habe damals einen kurzen Film von diesem Ereignis gedreht, nicht berühmt,
dieser kann in obigem Fenster gestartet werden (dazu ist Javascript und Flash erforderlich!).![]() Das Bild links zeigt den Stollen noch im offenen Zustand,
im rechten Bild sieht man ihn von innen.
Der Pfefferquellstollen wurde wahrscheinlich 1944/1945 im Auftrag der Schwäbischen
Hüttenwerke (SHW) als Werkluftschutzstollen erbaut. Geplant war wohl eine U-förmige Anlage,
mit einem zweiten Eingang/Ausgang im Werksgelände.Der Pfefferquellstollen liegt östlich der Pfefferquelle im Hang der Eichhalde (unterhalb des Herrensteins), etwa zwei bis drei Meter über dem Niveau des Quelltopfes. Er ist in den anstehenden Weissjura-Massenkalk etwa zehn Meter vorgetrieben. Man erkennt am derzeitigen Vortriebsende, dass zunächst an der Stollensohle ein etwa zwei Meter langer und 0,5 Meter hoher Vortriebsstollen hergestellt wurde, in den dann der obere Stollenquerschnitt hineingesprengt wurde. |
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Nach bisherigen Erfahrungen ist der Stollen - auch aufgrund seiner
Lage - gut als Fledermauswinterquartier geeignet. Allerdings wurden die Fledermäuse
offensichtlich durch die von der Zersetzung des Mülls ausgehenden Emissionen von einer Nutzung
als Winterquartier abgehalten, jedenfalls hatte man bisher kaum Fledermäuse beobachtet. Dies
deckt sich mit Erfahrungen aus anderen Stollenanlagen, die erst nach Räumung des Mülls
allmählich wieder als Winterquartier benutzt wurden. Aber auch einige Kästen für die
Fledermäuse wurden von den Schülern gebaut.
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Leerausquelle (515 m NN)
Die Leerausquelle ist ein Hungerbrunnen, der nur ab und zu Wasser führt. Der Bach versiegt nach der Schneeschmelze meistens
wieder, "er geht leer aus", daher auch der Name. Die Leerausquelle ist eine Überlaufquelle des Pfefferursprunges. |
Ziegelbachquelle (506 m NN)Der Ziegelbach fliesst zur Brenz. Sein Einzugsgebiet ist der Wollenberg. Eine unterirdische Verbindung mit dem 62 m tiefen Wollenloch in ca. 3 km Entfernung wurde durch Färbeversuche nachgewiesen. In den "Seewiesen" zwischen Ziegelhütte und Seegartenhof befindet sich ein grosser, nicht genutzter Trinkwasservorrat im Talgrund. Bis 45 m Tiefe sind durch Bohrungen Flussschotter der Urbrenz nachgewiesen, die das Karstgrundwasser speichern. |
Strom aus Brenztopf-Wasserkraft![]() Auf
ein "historisches Datum" wies Bürgermeister Michael Stütz am 19.10.2000 den
Gemeinderat hin: "Seit heute wird erstmals wieder Strom erzeugt
aus der Wasserkraft des Brenzursprungs".Eine direkt an der Quelle brennende Lampe warf ein bestätigendes Licht auf die mit Freude zur Kenntnis genommene Mitteilung des Gemeindeoberhaupts. Auf durchschnittlich rund 40 kW ausgelegt, leiste die regenerierte Turbine derzeit gar 65 kW, freute sich Stütz über die nach jahrzehntelangem Stillstand nun wieder mögliche umweltfreundliche Art der Energieerzeugung. Die Modernisierung und Reaktivierung der Wasserkraftanlage wurde durch einen kräftigen Zuschuss gefördert bzw. überhaupt ermöglicht. Die Realisierung des Projektes hatte sich nicht zuletzt auch aus finanziellen Gründen über Jahre hingezogen. Mit der neuen Errungenschaft ist der Brenztopf, zuletzt aufgewertet durch das Georg-Elser-Museum, um eine Attraktion reicher geworden. Auf dem Bild zu sehen ist der Elektrotechniker und Gemeinderat Peter Böhe (rechts) mit zwei Voith-Monteuren. (aus einem Text der Heidenheimer Zeitung vom 21.10.2000, gst / sw-Foto links: hw) |
![]() Hier
noch ein paar Bilder von mir, Innen- und Aussenansicht des Turbinenhauses. |
| Übrigens: von Gerhard Fiur gibt es ein sehr schön gestaltetes Heft:
"Die Nutzung der Wasserkraft am Brenzursprung". |
Wettervorhersage für Königsbronn![]() Der Internet Wetterservice Donnerwetter sagt sogar für die Region Königsbronn das aktuelle Wetter voraus! Also, wie wird das Wetter in Königsbronn? |
Ob alle im nachfolgenden Text genannten Fakten heute noch Gültigkeit besitzen kann ich nicht mit
Sicherheit sagen, vor allem nach dem schweren Sturm "Lothar" am 26.12.1999 - aber viele Bäume kenne ich und weiss,
dass sie noch stehen.Bemerkenswerte Bäume im Forstbezirk KönigsbronnSo wie wir manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, so sehen wir nur allzu oft den Baum nicht vor lauter Wald. Dies gilt selbst für diejenigen, die von Berufs wegen alltäglichen Umgang mit Bäumen haben. Die Königsbronner Förster stellten deshalb im Frühjahr dieses Jahres einmal zusammen, was an markanten, meist alten und aussergewöhnlich starken Baumgestalten im Königsbronner Wald und im Ort Königsbronn selbst zu finden ist. Die Liste dieser "Baumdenkmale" dient zunächst dazu, sich diese bewusst zu machen, denn sie brauchen wie manches andere Altgewordene auch Zuneigung und Pflege, um weiterleben zu können. Die Liste enthält aber auch einiges Bemerkenswerte, ja Erstaunliche, das den Naturfreund interessieren wird. Deshalb soll hier auszugsweise davon berichtet werden. Der Königsbronner Wald ist unter Forstleuten dafür bekannt, die wuchskräftigsten Fichtenbestände im Bereich der Forstdirektion zu besitzen. Vermutlich steht hier im Pfaffenberg in der Abteilung Baurenhäule auch die stärkste Fichte der ganzen Alb. 4,30 m im Umfang oder 1,37 m im Durchmesser (1,3 m über dem Boden) misst dieser "Hölzleskönig". Der Gipfel ist vor Jahren bei einem Unwetter abgebrochen. Es ist deswegen nur näherungsweise möglich, seine Holzmenge abzuschätzen: gute 20 Festmeter werden es schon sein. Fichten werden nicht sehr alt. Mit etwa 140 Jahren gehört die Fichte im Baurenhäule noch zu den jüngeren Baumveteranen und sie hat in den letzten Jahrzehnten kräftig an Stärke zugelegt. Seit kurzem kränkelt der Riese nun merklich. Vielleicht eine Folge der Luftverschmutzung. Mit 4,46 m Umfang scheint eine Fichte im Brenzel am Eingang zum Brünnelesteich noch gewaltiger zu sein. Bei näherem Zusehen zeigt sich aber, dass zwei Bäume miteinander verwachsen sind. Weitere Fichten mit mehr als 1 m Durchmesser stehen zwischen Gemeintal und Loosbuch und im Eidarm im Kronenwirtsmahd und im Gschwein. Die höchsten Fichten - 46 m misst die längste - wachsen im Weidmichele unterhalb vom Siebtenfuss. Von den anderen Nadelbaumarten zu erwähnen sind die aus den USA stammenden Douglasien im Baumgarten und im Spicht beim Trimm-Dich-Pfad. Noch nicht einmal 100 Jahre alt hat die stärkste schon einen Umfang von 2,92 m, ein von heimischen Baumarten in dieser Zeit unerreichtes Mass. Erstaunlich auch einige starke Kiefern im südlichen Eidarm. Von der Buche, die das Bild der Alb prägte und noch prägt, stehen 4 gewaltige Exemplare am Waldrand bei der Ziegelhütte. 3,80 m im Umfang oder 1,21 m Durchmesser misst die stärkste. 200 Jahre alt wird sie schon sein und ihr Holz als Brennholz aufgearbeitet würde 35 Raummeter ergeben. Ein Einfamilienhaus liesse sich damit ein gutes Jahr lang heizen. Weitere Exemplare mit über einem Meter im Durchmesser stehen im Pfaffenberg in der Abteilung "Mittelburren" am Stich, in der Abteilung "Dicke Buche" und im Distrikt 3 in der Abteilung "Struht" in der Nähe vom Sumpf. Eine Eiche im Pfaffenberg in der Abteilung "Asang" mit 1,33 m im Durchmesser ist von dieser Baumart die stärkste. Mit 1,18 m recht anschaulich ist eine weitere am Dickhölzlesweg in der Abteilung "Burg", aber auch am "Brünneleskopf" und im Distrikt 3 im "St. Ulrich Holz" und in der "Haid" gibt es dicke Eichen. Aussergewöhnliche Linden, Ahorn und Eschen fehlen, dafür stehen 2 der stärksten Ulmen der Alb auf Königsbronner Markung im Forstamtsgarten und - nur wenig schwächer - beim Seegartenhof. 1,24 m im Durchmesser oder 3,90 m im Umfang misst die Ulme beim Forstamt. Heuer (1984) scheint das Ulmensterben, dem viele jüngere Ulmen in der Umgebung in diesem Sommer zum Opfer fallen, auch ihr zu schaffen zu machen, denn ihre Krone ist merklich lichter geworden. Das Ulmensterben ist eine aus Ostasien eingeschleppte Pilzkrankheit; mit dem Waldsterben hat das nichts zu tun. |
Starke
Rosskastanien gibt es viele; aber wenige sind so mächtig, wie die 3 Exemplare am Eingang zum
Hüttenwerksgelände, 1,05 bis 1,10 m im Durchmesser. Botanische Kostbarkeiten sind ein Feldahorn von mehr als 60 cm im
Durchmesser am Waldrand der "Itzelberger Halde" und einige mehr als einen halben Meter starke Elsbeeren im
"Hüttenschreibersmahd" und in der Abteilung "Steinbuch" im Pfaffenberg. Die Elsbeere ist eine fast
unbekannte Baumart, eine Verwandte der Vogelbeere oder auch der Mehlbeere.Eine solche Elsbeere steht auch hier bei mir im Garten (siehe Bild rechts und Tabelle)! Hoffen wir, dass das durch die Luftverschmutzung drohende Waldsterben sich noch abwenden lässt und damit die Baumriesen in
und um Königsbronn uns noch lange erhalten bleiben. Dass solche nachwachsen, ist ein Anliegen der Förster. Da und dort am
Waldrand, vor allem und am Weg werden deswegen Bäume von der Motorsäge verschont. |
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Königsbronn im Wandel |
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Das Königsbronner Rathaus von einer Ansichtskarte aus dem Jahr 1975. |
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Die Bilder stammen etwa aus dem Jahr 1985, digitalisiert von meinen verschiedenen Videoaufnahmen. Hier zeigen sie den Bau der Herwartstein-Apotheke auf dem ehemaligen Areal der"Kastella". |
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Der Bauernhof wurde abgerissen und die Durchfahrt zur Schickhardtstraße geschlossen, dafür ist hier später das neue Postgebäude erbaut worden, welches Mitte 2000 geschlossen wurde und durch eine Agentur im Bekleidungshaus Beer ersetzt wurde. |
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Das weisse Haus rechts ist übrigens das erste Postgebäude in der Nähe der Adlerkurve, das bis Mitte der 80er Jahre von der Post genutzt wurde. |
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Auf dem einstigen Gelände der AVIA Tankstelle mit späterer Nutzung
durch Herrn Oppold's Autowerkstatt ist Anfang 1990 ein Penny-Markt entstanden. Zwischen B19 und der Herwartstein-Apotheke wurde der Laden von Elektro Braunmüller abgerissen und ein Durchgangsweg entsteht. |
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Ende März 1988 führte die Brenz "Hochwasser", die Brücke zum Rathaus hin wurde aber noch nicht überflutet... |
Hier der Vergleich des Ortsbilds vor etwa 100 Jahren und jetzt, Blickwinkel am Herrensteinweg etwa in Höhe der Adlerkurve. Vorn links erkennt man den Bahnhof, daneben das "Lange Haus". Hinter dem Bahnhof die Brauerei beim heutigen "Rössle", dahinter auf der Anhöhe das heutige Wohngebiet Töbele - alles noch Wacholderheide! Der dichte Wald etwa in der Mitte des Bildes ist der "Schnitzbuckel". |
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| 1903 | 2002 |
Und dies ist der Blick vom Panoramaweg, hinter den Schwäbischen Hüttenwerken, vor knapp 100 Jahren und jetzt. Im Hintergrund links ragt der Herwartstein aus dem Berg, rechts darüber zeichnet sich der Stürzelhof ab. Zwischen den beiden Schornsteinen steht der Bahnhof, im rechten Drittel hinten erkennt man die Front der Brauerei, ganz rechts hinten die Anhöhe vom heutigen Töbele. Vorne rechts stehen die jungen Linden, die heute das Gesicht der gleichnamigen Strasse prägen. Die Wiese vorn von 1910 ist heute bebaut. |
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| 1910 | 2002 |
Blick vom Herwartstein in Richtung Oberkochen. Man sieht sehr schön, wie sich der Ort ausgebreitet hat: Poststeige, Töbele, Frauental, Ostalbhalle... Und dass die Brenzturnhalle und die Häuser an der Springenstrasse noch genau so da stehen wie vor 60 Jahren. |
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| 1939 | 1999 |
Vielleicht gesellen sich im Laufe der Zeit hier noch einige Bilder mehr dazu... |
Die Geschichte vom Open-Air-Kino am Itzelberger See,
dort wo jahrelang die Kanadagänse und andere Wasservögel auf einer saftigen Wiese grasten herrscht nun
gähnende Leere und es sprießt nur noch spärlicher Rasen auf dem Kinoacker... |
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| legend: | location - world wide web | www.boehmel.de | ![]() |
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location - global position | Lat Lng |
48.73963° N 10.10936° E |
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| communication - electronic mail | |||||
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| communication - cell | |||||
July 1997 - |
communication - snail mail location - geo address |
Manfred Boehmel Am Toebele 2 89551 Koenigsbronn Germany (South) |
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